meine Ressourcen

12. April 2011

Die Definition von Ressourcen lautet: Mittel, Quelle um einen Vorgang zu tätigen.

OK meine Aufgabe lautet 10 min. lang meine Ressourcen aufzuschreiben; also los:

Ich kann deutsch sprechen und schreiben; englisch sprechen und schreiben, schwimmen, tauchen, nicht lügen (ich betrachte das als Ressource :o)), gut schlafen, Patienten behandeln mit Homöopathie und Ohrakupunktur, Reiki, geistiges Heilen, Meditationen, gut zuhören, schnell reden, viel reden, von Herzen lachen, von Herzen weinen, denken, fühlen, sehen, tasten, gehen, laufen (nicht so lang und weit wie ich gerne würde :o)), schreien, flüstern, mitfühlen, leider auch mitleiden, auf Alkohol verzichten, auf Fleisch verzichten, Heilpraktiker ausbilden.

Ich bin blond, habe blaue Augen, bin aber nicht blauäugig, Heilpraktikerin, dick, hübsch, intelligent, neugierig, tierlieb, kommunikativ, ehrgeizig, Buchhalterin, Friseurin, beschäftigt, müde, voller Vorfreude, ungeduldig, neugierig (grins), humorvoll, belesen, Katzenmami, selbstständig, Vorbild, treu, gesund.

Ich habe auch schon mal das nachsehen, ein Auto, eine Wohnung, mehrere Jobs, bald Urlaub :o), Freunde, einen Neffen, 2 Schwestern, ein paar wundervolle Freundinnen (die besten eigentlich), mehrere fundierte und gute Ausbildungen, einen super Friseur ;o), die Haare schön, keine Kinder, viiiiiele Schuhe, beide Elternteile noch, 3 Katzen, 1 Kaninchen, 1 Meersau, Nachbarn, einen großen Bekanntenkreis, eine Steuernummer beim Finanzamt, 1 Exmann, mehrere Ex-Freunde, nur 1 ehemalige Arbeitgeberin, Durst.


Buchempfehlung

12. Februar 2011

….immer ein schwieriges Thema findet ihr nicht auch?

Letztens habe ich “Was liest Du?!..”mit Jürgen von der Lippe und Hella von Sinnen gesehen und mir spontan 2 der Bücher gekauft, die sie vorgestellt haben.

Ganz, ganz lustige Bücher, die man einfach so weg lesen kann, in der Sauna, auffer Couch, an einem verregneten Sonntag im Bett oder in der Badewanne, wobei ich glaube das letzteres eher was für Frauen ist, oder?

Hüftschwung mit Nancy – soooooooo witzig Jürgen von der Lippe hat Tränen gelacht und ich auch

Scheiss Leben – im Gegenteil


Dank meiner neuen elektronischen Errungenschaft kann ich mir E-Books auszugsweise runterladen.

Das hab ich dann vorgestern Gott sei Dank mit Feuchtgebiete gemacht.

Gott sei Dank deshalb, weil ich jetzt mitreden kann, was für ein Scheiss in diesem Buch steht.

Klar ist das immer alles Geschmacksache, aber so wenig Geschmackvolles hab ich noch nie gelesen. Was interessiert mich Blumenkohl an anderer Leute Hintern?

Meine absoluten Lieblingsurlaubsstrandoderpoolbücher sind aber:

Ich trink Ouzo, was trinkst Du so?! und Ich will keinen Seniorenteller oder Tante Semra im Leberkäseland kann man wunderbar ins Regal zu Maria ihm schmeckts nicht stellen. WUNDERBAR

Als Hörbuch fand ich GROSSARTIG: Schmitz´Katze gelesen von Ralf Schmitz und Sorry wir haben die Landebahn verfehlt:

Sorry, this plane is ill, we have to take antoher one….

Sorry, this plane is more ill, we have to take the first.   SAUGEIL

Ich persönlich mag ja alles was mit Mord und Totschlag und Gerichtsmedizin zu tun hat, alles von Tess Gerritsen, Kathy Reichs und Patricia Cornwell. Ich liebe sie alle

EIn Fachbuch für mich als homöopathisch arbeitende Heilpraktikerin habe ich von meiner tollen Kollegin Georgia empfohlen bekommen: Moderne Homöopathie. Arzneimittelbeziehungen . Sehr sehr gut.



Nummer 5……..lebt (noch)

10. Januar 2011

Nachdem wir also Leihwagen und Haus bezahlt hatten und ich mein erstes Frühstück im Hotel Eden am Plaza de Los Angeles (das heißt wirklich so!) hinter mir hatte waren Sturm, Regen und die besch… Anreise egal. ICH HATTE URLAUB und ich hatte vor ihn mir durch nix vermiesen zu lassen.

In den nächsten Tagen shoppten wir, fuhren zum Strand um zu schauen wie es wäre, wenn die Sonne scheinen würde, wir hielten Mittagsschlaf (ich liebe Mittagsschlaf im Urlaub), und ließen es uns einfach gut gehen. Wir fanden Klamotten und wie es sich gehört eine Tasche :o). Da unser Lieblingsitaliener auf der Insel Heiligabend und am 25.12. geschlossen hatte, mussten wir uns um eine Alternative kümmern. Wir waren zu Gast in einem deutschen “Crossover” Restaurant. So abgehoben wie der Inhaber habe ich noch keinen Gastronom auf der Insel erlebt. Wir erkundigten uns nach einem ehemaligen Kollegen von ihm und beleidigten ihn wohl damit, denn auf so einem Niveau (O-Ton) hätte er ja noch nie gekocht….ja neee is klar, wir sind als Chef de Cuisine zur Welt gekommen….ächt. Ich bin mal gespannt ob es dieses Restaurant in 2 Jahren noch gibt, wenn ich das nächste Mal dahin fliege (im Sommer natürlich!). Am 22.12. haben wir dann ein wunderbares Restaurant gefunden und die hatten auch noch am 24.12. auf. Cool, das wäre also auch erledigt, am 25.12 wollte ich kochen, das dürfte auch kein Problem sein, denn unsere Küche war voll ausgestattet.

Am 23.12. wurde auch endlich das Wetter besser; gut jetzt hatten wir mitten im Wohnzimmer eine Ameisenstrasse, aber so what, ich glaube wir hatten schlimmeres hinter uns.

Weihnachten haben wir dann verbracht wir noch nie: Strand, Eis essen, leichter Sonnenbrand, Garnelen und Aioli zu Mittag und abends ein hervorragendes Abendessen in Tazacorte…..Das war toll, richtig toll….

Heiligabend vor dem Abendessen erlebten wir noch ein spontanes Konzert von Einheimischen auf der Plaza in Tazacorte, sie spielten unter anderem “I´m dreaming of a white Chritsmas”…gut das konnte ich jetzt nicht nachvollziehen :o) aber egal, das war toll und zum ersten Mal in diesem Urlaub überkam mich so etwas wie Weihnachtsstimmung.

Zwischendurch überkamen mich immer mal wieder sehnsuchtsvolle Gedanken an Weihnachten mit der Familie, aber da meine Family bißchen strange zu Weihnachten ist, verflogen diese Gedanken auch schnell wieder.

Jedenfalls werde ich diesen Urlaub so schnell nicht vergessen.

:o)


Nummer 4…

06. Januar 2011

Aber was soll ich sagen? 45 Minuten später saßen wir in unserem kleinen Leihwagen und bereit die Insel einzunehmen…

Mein Urlaub begann……Jaaaaaaaaaaaaaaaaa (fast)

Wir verliessen die Hauptstadt und machten uns auf den Weg über den Roque de las Muchachos auf die Westseite der Insel wo wir zum Immobilienbüro unseres Hausvermieters mussten. Immer noch Sturm und Regen, deshalb dauerte der Weg fast doppelt so lang wie sonst.

Um 00.30 Uhr in der Nacht erreichten wir das Büro und wurden sofort zu unserem Haus gefahren, die Mitarbeiter wollten natürlich auch endlich nach Hause, alleine hätten wir das Haus aber auch niemals nicht gefunden.

Das Haus ist ein Traum, ich dachte sofort: Der ganze Sch… während der Anreise hat sich gelohnt; bis zum 1. Mal die Sicherung der 1. OG rausflog weil es regnete und unser Wohnzimmer unter Wasser stand, weil die Fenster bzw. Terrassentüren nicht dicht waren. Der Sturm drückte das Wasser unten durch die Tür.

Um 2.00 Uhr hatten wir die komplette Fensterseite des Wohnzimmers mit Handtüchern ausgelegt und fielen todmüde ins Bett.

Knock, knock, knock, knock…… Die Heizung! Natürlich; alle Rohre über Putz gelegt und die dehnten sich bei Wärme aus. Das Geräusch war nicht zu überhören, knock, knock, knock.

Gegen 4.00 Uhr hatte ich alle Schlafzimmer des Hauses sowie das Wohnzimmer “ausprobiert”, aber the Evel was always and everywhere.

Mittlerweile war ich 22 Stunden auf den Beinen und mit den Nerven am Ende.

4 Stunden später waren wir auf dem Weg zum Vermieter – wir mussten schließlich das Haus noch bezahlen. Die Mitarbeiter des Büro strahlten uns an:

“Na sie sind aber früh auf und das am ersten Urlaubstag und nach der Anreise…”

Ach neeee, ächt?

t b c


3. Türchen….

05. Januar 2011

…natürlich können Schiffe umkippen – hat man ja erst letztens in den Medien gezeigt bekommen.

Aber zum Glück war das ja gar nicht unsere Fähre. Diese sah aus wie das Traumschiff, nur etwas kleiner, aber sie legte schon ab, als wir gerade am Hafen ankamen. Um raus aufs Meer zu kommen musste sie im Hafen wenden und ich fragte mich erneut: Wie lange es wohl noch dauert bis sie umkippt…

Der Sturm war so stark, dass die Wellen über die Kaimauer schwappten… Ich verlor langsam den Mut und auch mein positives Denken und mein Vertrauen.

Da stand ich also mit ca. 2000 anderen gestrandeten Passagieren im Fährhafen von Teneriffa und fühlte mich hundeelend.

Ein paar Minuten später lief unsere Fähre – ein Katamaran (schreibt man das so?) ein. Fassungsvermögen 2.500 Leute und jede Menge Autos und LKW.

Glücklicherweise hatten wir unser Gepäck nicht in die dafür vorgesehen Container gegeben sondern bei uns behalten, warum erkläre ich später.

Beim Einsteigen trafen wir auch die Familie der Frau wieder, der es im Flugzeug so schlecht ging. Ihre Schwester kam freudestrahlend auf mich zu, erzählte mir sie haben Tabletten gegen Reiseübelkeit gekauft und boten mir gleich 2 Stück an. Hach wie nett!

Da ich weiss, dass ich NICHTS im Magen bei mir behalte, wenn ich auf einem Schiff bin, habe ich mir angewöhnt Tabletten ohne Wasser zu nehmen, bislang funktionierte das auch immer problemlos – bislang. Diese kleinen spanischen Sch…tabletten blieben mir im wahrsten Sinne des Wortes im Hals stecken. Es gelang mir einfach nicht sie zu schlucken. Mein Hals brannte, sie Zunge schwoll an, mir wurde schon gleich übel und nach einer Weile war mein gesamter Hals und Rachenbereich taub, nur die Zunge war noch dick und brannte. GLÜCKWUNSCH, das hatte mir gerade noch gefehlt.

ABER, es half ja nix, also rauf auf´s Schiff, ich wollte endlich nach La Palma, inzwischen waren wir schon 14 Stunden auf den Beinen…

An Bord angekommen, spülte ich meinen Mund mit Wasser aus und nach einer Weile war wieder alles OK, bis die erste Durchsage kam:

“Sehr geehrte bla bla bla……werden wir über La Gomera den Hafen von La Palma ansteuern, die Fahrzeit beträgt 3, 5 Stunden….

Näääääääh, bitte, ich hatte heute schon mehr kanarische Inseln gesehen, als ich wollte….

Maaaamma ich will nach Hause…

Wie es mir und dem Großteil der anderen Passagiere während der nun folgenden 3,5 Stunden auf dieser Fähre erging möchte ich Ihnen liebe Leser gerne ersparen, aber stellen Sie sich das gaaaaaaaanz schlimm vor und verdoppeln dann noch mal ihre Vorstellung.

Eine gefühlte Ewigkeit nach dem Ablegen gelang es mir kurz meine Augen zu öffnen und mein Gesicht aus dem 3. oder 4. Ko…beutel zu nehmen um einen anderen Gast zu fragen ob er wisse wie lange es noch dauerte.

Als er sagte: ” Hmmmmm ich vermute mal noch eine halbe Stunde” war ich bereit zu sterben.

Sicherlich musste ich nicht zu sehr leiden, das Wasser war bestimmt sehr kalt und habe mal irgendwo gehört das ertrinken nicht sooooo schlimm ist

;o)

Er behielt Recht, eine gute halbe Stunde später legten wir im Hafen von La Palma an: Jaaaaaaaaaaa, my Home, my Island, oh wie hatte ich die Insel vermisst….

Jetzt stelle man sich bitte vor, dass knappe 2.000 Leutchen so schnell wie möglich von Bord gehen möchten um an ihre Gepäckcontainer zu gelangen….da musste ich wieder lächeln, den dieser Gang blieb uns ja erspart, wir hatten unser Gepäck ja bei uns behalten.

Das Lachen verging mir spätestens eine Stunde später als wir im Regen und Sturm, kurz vor Mitternacht mit ca. 30000000 anderen Menschen bei unserem Autovermieter standen um unseren Leihwagen abzuholen. Und wenn ich sage BEI unserem Autovermieter, dann meine ich einen Bereich im Fährhafen, natürlich nicht überdacht, wo 4 Tische aufgebaut waren um den Leuten die reservierten Fahrzeuge zu übergeben…..

Links von mir prügelten sich die ersten Gäste bereits…..

to be continued


2. Türchen vom La Palma Urlaubskalender

29. Dezember 2010

“… ja sie haben richtig gehört EIGENTLICH.”

Ich sank in meinen Sitz zurück, mein Herz schlug mir bis zum Hals: SCHIET

Ich hatte mich so gefreut, mich so gut “vorbereitet” (wer mich kennt, weiß was ich damit meine…grins) und dann das…. OK, tief durchatmen und positiv denken…

” Wir werden einen Landeanflug versuchen, aber ich möchte Ihnen direkt sagen, dass die Chancen, das wir das schaffen recht gering sind. Die Kollegen von der Flugsicherung haben uns die aktuellen Wetterdaten gegeben und der Wind sieht nicht gut aus”

Neeeeeeeeeeein, nicht versuchen, Flugzeug zurück nach Düsseldorf, ich möchte Weihnachten doch unbedingt mit meiner schrillen Family (zu Weihnachten sind die echt schrill :o)) verbringen, bitte nichts versuchen, nicht aus 10.000 m Höhe OMG… so ungefähr lief das Kino in meinem Kopf ab.

Ich habe keine Flugangst, im Gegenteil ich freue mich immer wenn ich fliegen kann, aber ich habe bisher auch nur ruhige Flüge gehabt, also keinen Grund zur Angst, aber wer will schon testen wie weit seine Angst geht, also ich nicht…

Tiiiiiiief einatmen, ich hab mich dann mal ungeschaut: Keiner schrie, niemand erbrach und keiner fiel in Ohnmacht, gut, dann werde ich das wohl auch nicht tun, Kopf hoch, Brust raus, du bist beschützt, dir kann nix passieren und wer weiß, der Flug dauert 4 Stunden…

” Sollte uns der Anflug nicht gelingen, werden wir auf Teneriffa landen und sie werden dann mit der Fähre nach La Palma übersetzen, wir bitten Sie um Verständnis und entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten!”

Neeeeeeeeeeeeein, nicht Fähre, gut mein Sternzeichen ist Fisch, aber ich bin ein Landei, bitte bitte nicht Fähre, ich werde schon im Hafen Seekrank, nein bitte nicht….usw.

Schweiss trat auf meine Stirn und ich glaube ich wechselte meine Farbe, aber was nützt es? Also immer schön positiv denken, wird schon…

Der Flug in den kommenden 3,5 Stunden war wirklich ruhig, die Crew bemühte sich wirklich sehr nett und ich war wirklich hoffnungsvoll was unsere Landung betraf…

Aber NATÜRLICH misslang der Landeanflugversuch, ich kann in Worten gar nicht beschreiben, wie sehr wir wackelten, an Höhe verloren, wie das alles ruckelte usw. Wir beteten, meditierten, hüllten das Flugzeug in Licht und Liebe, stärkten mental den Piloten (was tut man nicht alles, gell???) aber es nütze nix, in den wenigen Augenblicken in denen ich die Augen öffnete sah ich nur Wolken und kurz die Landebahn…. aber sie war auf der anderen Seite hä? normalerweise landet man auf La Palma von rechts (wenn man auf der Insel steht und guckt), wir aber flogen von links an OMG…

Na ja, lange Rede kurzer Sinn, unser Wunderpilot gab Gas und wir gewannen wieder an Höhe…. er startete durch Richtung Teneriffa….kurz darauf meldete er sich aus dem Cockpit um uns das mitzuteilen….die Frau in unserer Reihe erbrach sich zum ersten Mal…

Kurz vor der Landung auf Teneriffa sprach der Pilot noch mal zu uns: ” Ja meine Damen und Herren, wir sie nun gemerkt haben, traf meine Vorhersage zu und wir mussten den Anflug abbrechen, wir werden nun auf Teneriffa landen und sie dann weiter informieren sobald wir gelandet sind”.

Die Frau in unserer Reihe erbrach sich ein weiteres Mal. Ich streichelte ihren Arm und versuchte sie abzulenken: “Schauen Sie mal, man sieht doch schon die Lichter, wird schon, ist gleich vorbei usw. Aber sie antwortete nur: Ich werde Seekrank  und vertrage Schiffsreisen nicht! Na Bravo…

“Ach wissen Sie, dann stellen wir uns gemeinsam an die Reling, weil ich vertrage das auch nicht”… Und siehe da, sie lächelte…;o)

Die Landung war trotz Wind weich wie Butter, der Pilot beherrschte sein Handwerk, (ein Gerücht, welches mir zu Ohren kam lautete: Wir hatten deshalb in Düsseldorf die Verspätung weil sie noch einen “dienstälteren” Piloten herbeischafften, wegen der Landung..) wir wurden dann in Bussen mit anderen umgeleiteten Urlaubern zum Hafen nach Los Christianos gebracht.

Und da stand sie: die Fähre….sie schwankte hin und her und ich kam nicht umhin mich zu fragen: Können Schiffe auch umkippen????

to be continued


La Palma Weihnachten 2010

28. Dezember 2010
Gerade wieder zuhause packt mich die Schreibwut… Wut aber nicht im negativen Sinne, sondern durchweg positiv.

Mein La Palma Urlaub in diesem Dezember entpuppte sich als 10-türiger Adventskalender – jeden Tag ne Überraschung, leider nicht immer positiv.

Es fing am 17.12. am Flughafen Düsseldorf an – nein, eigentlich begann alles ja schon viel früher, hier setzte Schneefall ein und seit Wochen spielte das Wetter auf La Palma verrückt. Wir haben Leute dort getroffen, die seit mehr als 20 Jahren dort überwintern, aber so ein Wetter hatten sie bisher dort noch nicht erlebt. Nur Regen und was viel schlimmer ist: Sturm

Also, bereits seit Anfang Dezember beobachtete ich ständig – also täglich – die aktuellen Wetter und Flughafen Infos auf den Kanaren insbesondere natürlich La Palma. Dort kann sich innerhalb von Stunden das Wetter derart ändern, dass sie den Flughafen schliessen müssen.

Aber für den 17. war alles im grünen Bereich, nur hier bereitete mir das Wetter Sorge, aber wir fuhren früh genug los und waren guter Dinge – noch.

Kurzer Anruf bei der Airline, alles gut Flug planmäßig 12.50 Uhr. SUPER

Da wir ja nun einiges früher da waren als wir mussten, aßen wir noch ne Kleinigkeit und weil ich ja 5 Tage vorher von meinem Zahnarzt ne neue Plombe oder so was in der Art bekommen hatte, konnte ich ja auch wieder kraftvoll zubeissen….Denkste. Da hatte sich doch son schiet Sesamkorn unter die Plombe geschoben und hebelte sie quasi raus!! Großartig-nachdem ich also nach monatelangen Schmerzen nun 5 Tage lang Beschwerdefrei war, fiel die besch… Plombe raus! Am Flughafen! Auf dem Weg in den Urlaub! NNNNNEEEEIIIINNN Ich fasste es nicht, ich fühlte mit der Zunge nur noch einen riesengrossen Krater in meinem linken Oberkiefer. Und nu?

Ach was, nur nicht die Urlaubslaune verderben lassen, vielleicht liegt die Wurzel ja gar nicht blank und es geht gut, wenn ich immer brav auf der anderen Seite kaue und nur weiches esse, und für den Notfall gibt es ja auch Zahnärzte  auf La Palma und Schmerztabletten hatte ich auch mit – öhm nö, ich hatte nix mit, keine Schmerzmittel, keine Globuli´s nix. Gut dachte ich, dann brauche ich die auch nicht!

Nach dem Schreck gings dann zum boarden, mittlerweile hatten wir auch eine Stunde Verspätung, aber war ja nicht schlimm, denn wir boardeten ja schließlich.

Das Flugzeug hebt ab und der Kapitän begrüßt uns mit den Worten:

Herzlich Willkommen an Board unseres Airbus´ 320 bla bla bla EIGENTLICH auf dem Weg nach La Palma…..

to be continued


Ist das Leben nicht schön????

14. November 2010

Eigentlich wollte ich hier keine Geschichten und Begebenheiten mit meinen Patienten bloggen, aber was mir am 11.11. passiert ist, ist zu süß…

Ich habe eine kleine Patientin, nennen wir sie die kleine Sabine, 6 Jahre alt.

Sabine ist seit mehreren Wochen erkältet, mit und ohne Bronchitis, hat sich ab und an übergeben – kurz –  Mama ist es satt, es muss was passieren.

OK, ich habe dann erst ihren aktuten Infekt mit Homöopathie und einer lieben Kollegin ( Danke nochmal G. ;o)) in den Griff bekommen und habe der Mutter geraten eine Eigenblutbehandlung bei Sabine durchzuführen…

Die kleine war so tapfer, als ich etwas Blut von ihr haben wollte…(Zuhause dachte ich noch, dass ich ihr und ihrem Bruder etwas Süßes vom Martinssingen mitnehme, verwarf aber den Gedanken wieder, weil ich professionell und nicht zu persönlich sein wollte….)

Aber zurück zu Sabine: Sie wollte unbedingt zugucken wie ich ihr Blut aus der Fingerbeere entnehme, hat vorher selbstverständlich gemeinsam mit mir ihre Hände desinfiziert, ihr Bruder bewunderte sie auch wegen ihrer Tapferkeit, wollte sich aber selber nicht piksen lassen.

Am Schluss, nachdem wir fertig waren, bat Sabine ganz ernst ihre Eltern, sie mögen bitte die Küche verlassen, weil sie mir was sagen müsse.

Als ihre Eltern draussen waren, schenkte sie mir ein Knoppers und sagte: Du Frau Kamp ich wollte nur Danke sagen, dass es mir wieder gut geht!

Grins

Ist das nicht süß???

So viel zum  Thema: nicht zu persönlich sein.

Wisst ihr: So bin ich eben, persönlich, mitfühlend, professionell, gewissenhaft, dankbar, usw… Und anscheinend sind das meine Patienten auch…

lächel

Ist das Leben nicht schön?


Gute Miene zum bösen Spiel…

07. November 2010

Wie authentisch sollte man sein, wenn man mit Menschen arbeiten möchte?

Ich persönlich glaube, dass es energetisch gar nicht gut ist, wenn jemand, der mit Menschen arbeitet, etwas vorgibt was er nicht ist…

Aber inwieweit stimmt das?

Muss der Bankangestellte alle seine Bankkonten bei der Bank haben, für die er arbeitet?

Darf die Bäckereifachverkäuferin nur Brot und Brötchen aus der Bäckerei essen, in der sie arbeitet?

Darf ich als Heilpraktikerin auch mal ne Kopfschmerztablette nehmen, oder sollte ich mich nur homöopathisch behandeln?

Also ich sach ma, ja und nein :o)

Klar darf ich auch mal ne Tablette nehmen und der Bankmensch kann doch seine Konten haben wo er will, schließlich leben wir in einem freien Land…fast immer jedenfalls, aber wisst ihr, wenn jemand Menschen energetisch behandelt, dann sollte er das auch “leben”. Ich kenne jemanden, der sich selber zum Reiki Lehrer ernannt hat und meines Wissens nach keine “Reiki Schule” besucht hat, er nennt sich auch energetischer Heiler, ohne eine entsprechende “Ausbildung”. Nun hat er ein Institut gegründet und bringt anderen Menschen Reiki bei und behandelt sie, selbstverständlich nur mit den allerbesten Absichten. Ich aber habe ihn anders kennengelernt und bin nun im Zwiespalt ob und was ich tun sollte.

Er betrügt andere Leute um ihr Geld, er gibt vor jemand anderer zu sein, als er ist.

Was tun?

Ich höre jetzt schon Kritiker die sagen, ja klar, er macht etwas ähnliches wie ich, ich bin neidisch usw. NEIN BIN ICH NICHT. Ich bin erschrocken und voller Sorge, denn Menschen wie er tragen einen großen Teil dazu bei, dass Heiler und Menschen die energetisch arbeiten einen schlechten Ruf haben.

Auf der anderen Seite geht mich das ja nichts an, aber immer die Augen verschliessen? Klar, Dominik Brunner würde dann auch noch leben….

Ich glaub ich geh jetzt man ein bisschen spazieren und lasse mal meinen Kopf durchpusten…

Schönen Sonntag noch ihr lieben!


Arbeitgeber

06. November 2010

Also ich bin ja ein echt treuer Mensch und ich hatte bisher in meinem 39jährigen Leben nur 3 Arbeitgeber, also jedenfalls im klassischen Sinn.

Meine erste Arbeitgeberin ist Friseurmeisterin mit einem Salon in W. Sie selber wohnt mit ihrer Familie in N, also etwas weiter weg. Ich war ihre Arbeitnehmerin von 1987-1990 und denke immer noch gerne an sie zurück. Sie hat den Salon und ihre Mitarbeiterinnen sehr gut geführt, war weder zickig noch irgendwie doof, wie man es manchmal von Friseurinnen so kennt. Dabei fällt mir ein, dass die Inhaberin des Friseursalons, zu dem ich jetzt schon seit fast 2 Jahren vertrauensvoll gehe, ihren Laden genauso schmeisst. Ihr liegt das Wohl ihrer Mitarbeiterinnen und ihrer Kunden am Herzen…

Mein 2. Chef war dann ein Mann, der leider viel zu früh im Sommer 2003 plötzlich verstarb. Er war Inhaber eines Großhandelsunternehmen, ebenfalls in W und er war der beste Chef, denn man sich vorstellen kann, noch heute fühle ich mich ihm, seiner Familie und der Firma verbunden. Ich bin froh und dankbar, dass er mich 13 Jahre meines beruflichen Weges begleitete und leitete. Noch heute besuche ich regelmäßig sein Grab und halte Zwiegespräche mit ihm. Er war wahrlich ein Vorbild für seine Mitarbeiter, er “regierte” die Firma streng aber überaus menschlich, er war achtsam bedacht, dass seine “Mannschaft” sich mit ihm und der Firma identifizierte kurzum EIN PRACHTKERL. Leider achtete er nicht so sehr auf sich….

Nach seinem Tod übernahm seine Frau die Leitung der Firma und band gleichzeitig die Kinder mit ein. Alle 3 sind sehr bemüht die Firma im Sinne seines Gründers weiterzuführen und ich fürchte auch sie achten nicht so sehr auf sich…

Meine letzte Arbeitgeberin im klassischen Sinne, war eigentlich keine im klassischen Sinn, da ich für sie freiberuflich arbeitete. Aber letztlich war sie genau das was der Name aussagt: Sie gab mir Arbeit, die sie jetzt wohl, seit meinem Weggang Anfang September, alleine macht und das ist auch gut so. Leider gehörte sie zu den Leuten, die sagen sie seien kein Cheftyp und sind es aber – bewusst oder unbewusst…Ihr wisst was ich meine?

Tja und jetzt sind meine Schüler und meine Patienten meine Arbeitgeber. Jetzt muss ich mich auf viele verschiedene Chefs einstellen – und ich liiiiiiiiebe es.

Von jedem Schüler, von jedem Patienten lerne ich. Jeder Mensch bringt mich weiter meinen Weg entlang, von dem ich immer noch nicht weiß wo er mich hinführt, aber das ist eigentlich auch nicht so wichtig, denn der Weg ist das Ziel…

Eure Petra