Archiv für Januar 2011

Nummer 5……..lebt (noch)

Montag, 10. Januar 2011

Nachdem wir also Leihwagen und Haus bezahlt hatten und ich mein erstes Frühstück im Hotel Eden am Plaza de Los Angeles (das heißt wirklich so!) hinter mir hatte waren Sturm, Regen und die besch… Anreise egal. ICH HATTE URLAUB und ich hatte vor ihn mir durch nix vermiesen zu lassen.

In den nächsten Tagen shoppten wir, fuhren zum Strand um zu schauen wie es wäre, wenn die Sonne scheinen würde, wir hielten Mittagsschlaf (ich liebe Mittagsschlaf im Urlaub), und ließen es uns einfach gut gehen. Wir fanden Klamotten und wie es sich gehört eine Tasche :o). Da unser Lieblingsitaliener auf der Insel Heiligabend und am 25.12. geschlossen hatte, mussten wir uns um eine Alternative kümmern. Wir waren zu Gast in einem deutschen “Crossover” Restaurant. So abgehoben wie der Inhaber habe ich noch keinen Gastronom auf der Insel erlebt. Wir erkundigten uns nach einem ehemaligen Kollegen von ihm und beleidigten ihn wohl damit, denn auf so einem Niveau (O-Ton) hätte er ja noch nie gekocht….ja neee is klar, wir sind als Chef de Cuisine zur Welt gekommen….ächt. Ich bin mal gespannt ob es dieses Restaurant in 2 Jahren noch gibt, wenn ich das nächste Mal dahin fliege (im Sommer natürlich!). Am 22.12. haben wir dann ein wunderbares Restaurant gefunden und die hatten auch noch am 24.12. auf. Cool, das wäre also auch erledigt, am 25.12 wollte ich kochen, das dürfte auch kein Problem sein, denn unsere Küche war voll ausgestattet.

Am 23.12. wurde auch endlich das Wetter besser; gut jetzt hatten wir mitten im Wohnzimmer eine Ameisenstrasse, aber so what, ich glaube wir hatten schlimmeres hinter uns.

Weihnachten haben wir dann verbracht wir noch nie: Strand, Eis essen, leichter Sonnenbrand, Garnelen und Aioli zu Mittag und abends ein hervorragendes Abendessen in Tazacorte…..Das war toll, richtig toll….

Heiligabend vor dem Abendessen erlebten wir noch ein spontanes Konzert von Einheimischen auf der Plaza in Tazacorte, sie spielten unter anderem “I´m dreaming of a white Chritsmas”…gut das konnte ich jetzt nicht nachvollziehen :o) aber egal, das war toll und zum ersten Mal in diesem Urlaub überkam mich so etwas wie Weihnachtsstimmung.

Zwischendurch überkamen mich immer mal wieder sehnsuchtsvolle Gedanken an Weihnachten mit der Familie, aber da meine Family bißchen strange zu Weihnachten ist, verflogen diese Gedanken auch schnell wieder.

Jedenfalls werde ich diesen Urlaub so schnell nicht vergessen.

:o)

Nummer 4…

Donnerstag, 06. Januar 2011

Aber was soll ich sagen? 45 Minuten später saßen wir in unserem kleinen Leihwagen und bereit die Insel einzunehmen…

Mein Urlaub begann……Jaaaaaaaaaaaaaaaaa (fast)

Wir verliessen die Hauptstadt und machten uns auf den Weg über den Roque de las Muchachos auf die Westseite der Insel wo wir zum Immobilienbüro unseres Hausvermieters mussten. Immer noch Sturm und Regen, deshalb dauerte der Weg fast doppelt so lang wie sonst.

Um 00.30 Uhr in der Nacht erreichten wir das Büro und wurden sofort zu unserem Haus gefahren, die Mitarbeiter wollten natürlich auch endlich nach Hause, alleine hätten wir das Haus aber auch niemals nicht gefunden.

Das Haus ist ein Traum, ich dachte sofort: Der ganze Sch… während der Anreise hat sich gelohnt; bis zum 1. Mal die Sicherung der 1. OG rausflog weil es regnete und unser Wohnzimmer unter Wasser stand, weil die Fenster bzw. Terrassentüren nicht dicht waren. Der Sturm drückte das Wasser unten durch die Tür.

Um 2.00 Uhr hatten wir die komplette Fensterseite des Wohnzimmers mit Handtüchern ausgelegt und fielen todmüde ins Bett.

Knock, knock, knock, knock…… Die Heizung! Natürlich; alle Rohre über Putz gelegt und die dehnten sich bei Wärme aus. Das Geräusch war nicht zu überhören, knock, knock, knock.

Gegen 4.00 Uhr hatte ich alle Schlafzimmer des Hauses sowie das Wohnzimmer “ausprobiert”, aber the Evel was always and everywhere.

Mittlerweile war ich 22 Stunden auf den Beinen und mit den Nerven am Ende.

4 Stunden später waren wir auf dem Weg zum Vermieter – wir mussten schließlich das Haus noch bezahlen. Die Mitarbeiter des Büro strahlten uns an:

“Na sie sind aber früh auf und das am ersten Urlaubstag und nach der Anreise…”

Ach neeee, ächt?

t b c

3. Türchen….

Mittwoch, 05. Januar 2011

…natürlich können Schiffe umkippen – hat man ja erst letztens in den Medien gezeigt bekommen.

Aber zum Glück war das ja gar nicht unsere Fähre. Diese sah aus wie das Traumschiff, nur etwas kleiner, aber sie legte schon ab, als wir gerade am Hafen ankamen. Um raus aufs Meer zu kommen musste sie im Hafen wenden und ich fragte mich erneut: Wie lange es wohl noch dauert bis sie umkippt…

Der Sturm war so stark, dass die Wellen über die Kaimauer schwappten… Ich verlor langsam den Mut und auch mein positives Denken und mein Vertrauen.

Da stand ich also mit ca. 2000 anderen gestrandeten Passagieren im Fährhafen von Teneriffa und fühlte mich hundeelend.

Ein paar Minuten später lief unsere Fähre – ein Katamaran (schreibt man das so?) ein. Fassungsvermögen 2.500 Leute und jede Menge Autos und LKW.

Glücklicherweise hatten wir unser Gepäck nicht in die dafür vorgesehen Container gegeben sondern bei uns behalten, warum erkläre ich später.

Beim Einsteigen trafen wir auch die Familie der Frau wieder, der es im Flugzeug so schlecht ging. Ihre Schwester kam freudestrahlend auf mich zu, erzählte mir sie haben Tabletten gegen Reiseübelkeit gekauft und boten mir gleich 2 Stück an. Hach wie nett!

Da ich weiss, dass ich NICHTS im Magen bei mir behalte, wenn ich auf einem Schiff bin, habe ich mir angewöhnt Tabletten ohne Wasser zu nehmen, bislang funktionierte das auch immer problemlos – bislang. Diese kleinen spanischen Sch…tabletten blieben mir im wahrsten Sinne des Wortes im Hals stecken. Es gelang mir einfach nicht sie zu schlucken. Mein Hals brannte, sie Zunge schwoll an, mir wurde schon gleich übel und nach einer Weile war mein gesamter Hals und Rachenbereich taub, nur die Zunge war noch dick und brannte. GLÜCKWUNSCH, das hatte mir gerade noch gefehlt.

ABER, es half ja nix, also rauf auf´s Schiff, ich wollte endlich nach La Palma, inzwischen waren wir schon 14 Stunden auf den Beinen…

An Bord angekommen, spülte ich meinen Mund mit Wasser aus und nach einer Weile war wieder alles OK, bis die erste Durchsage kam:

“Sehr geehrte bla bla bla……werden wir über La Gomera den Hafen von La Palma ansteuern, die Fahrzeit beträgt 3, 5 Stunden….

Näääääääh, bitte, ich hatte heute schon mehr kanarische Inseln gesehen, als ich wollte….

Maaaamma ich will nach Hause…

Wie es mir und dem Großteil der anderen Passagiere während der nun folgenden 3,5 Stunden auf dieser Fähre erging möchte ich Ihnen liebe Leser gerne ersparen, aber stellen Sie sich das gaaaaaaaanz schlimm vor und verdoppeln dann noch mal ihre Vorstellung.

Eine gefühlte Ewigkeit nach dem Ablegen gelang es mir kurz meine Augen zu öffnen und mein Gesicht aus dem 3. oder 4. Ko…beutel zu nehmen um einen anderen Gast zu fragen ob er wisse wie lange es noch dauerte.

Als er sagte: ” Hmmmmm ich vermute mal noch eine halbe Stunde” war ich bereit zu sterben.

Sicherlich musste ich nicht zu sehr leiden, das Wasser war bestimmt sehr kalt und habe mal irgendwo gehört das ertrinken nicht sooooo schlimm ist

;o)

Er behielt Recht, eine gute halbe Stunde später legten wir im Hafen von La Palma an: Jaaaaaaaaaaa, my Home, my Island, oh wie hatte ich die Insel vermisst….

Jetzt stelle man sich bitte vor, dass knappe 2.000 Leutchen so schnell wie möglich von Bord gehen möchten um an ihre Gepäckcontainer zu gelangen….da musste ich wieder lächeln, den dieser Gang blieb uns ja erspart, wir hatten unser Gepäck ja bei uns behalten.

Das Lachen verging mir spätestens eine Stunde später als wir im Regen und Sturm, kurz vor Mitternacht mit ca. 30000000 anderen Menschen bei unserem Autovermieter standen um unseren Leihwagen abzuholen. Und wenn ich sage BEI unserem Autovermieter, dann meine ich einen Bereich im Fährhafen, natürlich nicht überdacht, wo 4 Tische aufgebaut waren um den Leuten die reservierten Fahrzeuge zu übergeben…..

Links von mir prügelten sich die ersten Gäste bereits…..

to be continued