Archiv für September 2010

EFT im hier und Jetzt

Mittwoch, 15. September 2010

Hallo zusammen,

dieser Artikel ist eine Kombination von 2 Weiterbildungen bzw. Therapien.

EFT heißt Emotional Freedom Techniques, lt. Wikipedia heißt das:

Emotional Freedom Techniques (deutsch EFT – Technik der Emotionalen Freiheit) ist die Bezeichnung eines therapeutischen Konzeptes aus dem Bereich der “energetischen Psychologie” und stellt nach Aussagen ihrer Anwender eine Methode zur Linderung und Behandlung von Stress und psychischen Störungen durch Stimulation von Akupressurpunkten (Tsubos) dar. EFT wird sowohl in der Psychotherapie als auch in der Selbsthilfe eingesetzt.

Soweit die Theorie, allerdings muss ich sagen, das im Original Wikipedia Text das Wort umstritten gestanden hat, das habe ich gelöscht, weil ich diese Therapie für nicht umstritten halten…

Das hier und Jetzt in der Überschrift bezieht sich aus den Lehren der Gottheit Shiva, lt. Wikipedia:

Shiva (sans. शिव śiva [ɕɪʋʌ]; ‘Glückverheißender’) ist einer der wichtigsten Götter des Hinduismus. Im Shivaismus gilt er den Gläubigen als die wichtigste Manifestation des Höchsten.

Mein Lehrer, der mir Gott Shiva näher brachte erklärte es so: Shiva lebt im Hier und Jetzt und er lehnt nichts ab.

Shiva lehnt nichts ab.

Shiva lebt im Hier und Jetzt, denn nur im Hier und Jetzt liegt die Wahrheit.

Macht doch mal folgenden Versuch: Entspannt Euch, schließt die Augen und lasst für ein paar Minuten Eure Gedanken schweifen, ohne sie zu kontrollieren und ohne ihnen eine Richtung vorzugeben.

Was passiert ganz oft: Unsere Gedanken schweifen ab in die Vergangenheit und in die Zukunft. Wenn ich das jetzt mache, sind meine Gedanken beim Friseurtermin heute nachmittag, morgen nachmittag habe ich Prüfungsvorbereitung, Freitag habe ich frei und fahre zum Entspannen in die Sauna, nächste Woche muss ich zum Zahnarzt, in einem Monat finden die schriftl. Prüfungen statt und so weiter. Meine Gedanken sind überall nur nicht im Hier und Jetzt… Das ist aber nicht gut, denn wenn ich konzentriert, zentriert und gut arbeiten möchte, sollte ich im Hier und Jetzt sein und jetzt kommt EFT ins Spiel.

Therapeutisch setzte ich EFT bei Ängsten, Panikattacken und sonstigen psychischen Störungen ein, aber bei mir wende ich EFT an, um mich zu zentrieren.

Durch das beklopfen der Akupunkturpunkte können wir den Energiefluss wieder herstellen, Emotionen werden freigesetzt und Situationen sind nicht mehr emotional belastet, so dass Ängste und/oder Phobien geheilt werden können und genauso funktioniert das bei mir auch, die künftigen Situationen, die in meinen Gedanken sind, lösen ja Emotionen in mir aus, die mich daran hindern bei mir und im Hier zu sein. Durch die konzentrierte Arbeit und die Stimulation meiner Akupunkturpunkte bin ich aber in der Lage die Emotionen zu lösen und kann mich auf mein Hier und Jetzt konzentrieren.

Ich finde es faszinierend wie “einfach” man Veränderungen bei sich und anderen erreichen kann. Es muss nicht immer schwer oder schwierig sein.

Das Amerikaner sagt: ” An apple a day, keeps the doctor away”, bei mir heißt das: “Einmal EFT pro Tag, und ich bin bei mir”. Denn da will ich sein…

Mein Lehrer G. hat auf seiner Facebook Seite stehen,dass er weder in guten noch in schlechten Situationen “hängen” bleiben möchte; das finde ich gut und ich will versuchen es ihm “nachmachen”.

In diesem Sinne: Heute schon geklopft????

:o)

Jutta

Samstag, 11. September 2010

in Memoriam…

Jutta und ich lernten uns am 25.11.2007 beim Beginn unserer Heilpraktikerausbildung kennen. Sie war Maskenbildnerin beim Film, verheiratet, Mutter eines damals 3 jährigen Sohnes.

Ich war damals noch in der Buchhaltung, geschieden, kinderlos.

Auf den ersten Blick hatten wir nichts gemeinsam – außer dem Ziel Heilpraktiker zu werden. Da hörte es aber auch schon mit den Gemeinsamkeiten auf.

Warum sie das werden wollte habe ich auch erst später erfahren – sie hatte eine Krebserkrankung “herkömmlich” will sagen schulmedizinisch behandeln lassen und war unglücklich damit. Der Krebs war (zunächst ) weg, aber die Chemotherapie hatte für sie verheerende Folgen und sie wollte den alternativen Weg kennen lernen. Leider war ihr gerade das nicht vergönnt.

Bereits nach 5 Monaten gemeinsamen Lernens bekam sie Schmerzen im Nacken und im rechten Oberbauch – Metastasen in Knochen und Leber.

SCHEISSE

Von heute auf morgen verlies sie den Kurs und ich hörte nur über sie, dass sie auf keinen Fall eine Chemo wollte.

Ich vertrete die Meinung, dass jeder Mensch die Verantwortung für sich und sein Leben hat und habe sie deshalb in ihrer Meinung unterstützt, keine Chemo, nur über die Lebenskraft mit einer Dipl. Ökotrophologin zu arbeiten, allerdings weiß ich nicht, ob ich den Mut gehabt hätte diesen Schritt so konsequent zu gehen…

Am 10.02.2009 starb Juta dann im Kreise ihrer Lieben, die sich sehr innig um sie gekümmert haben.

In dem knapp 1 Jahr ihrer Re-Erkrankung hatte ich das Glück sie näher kennen zu lernen. Ich hab damals meine Scheu überwunden, ihr einen kleinen Buddha, den sie an meinem Armband mal bewundert hatte und einen Brief zu schicken. Was sollte ich schreiben? Das es mir leid tut – natürlich tat es das und tut es auch noch heute, denn trotz unserer kurzen Freundschaft hatte ich in ihr einen Menschen gefunden, der mir so viel gegeben hat.

Tja und jetzt sitzte ich hier in Darmstadt im Hotel, sortiere alte Mails aus, finde Jutta und meine und weine…ich weine um eine wunderbare Frau, großartige Mutter und tapfere Kämpferin, der es nicht vergönnt war ihren Sohn länger auf dieser Welt und in dieser Weise weiter zu begleiten.

Mich begleitete sie sogar bis in meine Prüfung (ich hatte es auch nicht anders erwartet) – meine letzte Prüfungsfrage war: Frau Kamp, was wissen sie über Brustkrebs?….

vom loslassen bzw. abgeben und vom bekommen

Dienstag, 07. September 2010

Hallo miteinander,

heute habe ich etwas aus meinem Leben entlassen, ich habe quasi losgelassen und gleichzeitig wurde ich los gelassen.

Das ist schon ein eigenartiges Gefühl, wenn man nach wochenlangem Überlegen und Gedanken, die einen zum Teil nicht schlafen liessen, so einfach

loslassen kann und obendrein noch los gelassen wird. Alles in allem in ein paar Minuten.

Aber es ist gut so wie es ist: Die ganzen Sorgen, Ängste, Nöte, Aufregungen, der ganze Stress, der ganze Ärger, die Vorwürfe die mir gemacht wurden, alles das habe ich heute losgelassen.

ABER: Ich habe auch etwas bekommen. Ich bin wieder ich, ich habe meine Freiheit wieder, ich kann jetzt “machen was ich will” (ich weiß, hört sich komisch an, ich kann es aber nicht anders ausdrücken).

Und wisst ihr was? Ich habe heute meinen ersten freien Nachmittag genossen, und morgen, morgen geh ich seit Wochen mal wieder zum Sport, weil ich die Zeit dafür habe. Das ich das, was ich bekommen habe: ZEIT

Ich danke der S. und ich werde meine D. vermissen, aber sie sind alle nicht aus der Welt!!!!

Danke schön für diese Erfahrung.